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captura; der Name für eine Initiative, die seit 2003 daran arbeitet die Fundamente unserer Gesellschaft, insbesondere die sozialen Grundlagen von Schule, in den Tiefen und Breiten des menschlichen Seins zu erforschen.
Hugoldsdorf – mitten im tiefsten Osten, irgendwo zwischen Rostock und Stralsund, ein kleines Hundert- Seelen Dorf, wahrscheinlich 60 Prozent Arbeitslosigkeit. Wie in vielen Dörfern dort, gibt es auch in Hugoldsdorf ein Gutshaus – von allen „das Schloss“ genannt. Denn das Hauptgebäude von 1861 ist trotz seiner Renovierungsbedürftigkeit wirklich ein „richtiges“ Schloss. Dieses wurde 2006 von einem Herrn aus Hamburg, gekauft – frei gekauft. Das heißt zum einen, keine Schulden, keine Kredite, keine Firmen oder sonst etwas hängt finanziell noch dran. Und zum anderen ist es räumlich und gedanklich frei – eben ein Freiraum. So war es von ihm gedacht: eine Kulturbaustelle, die auf das wartet, was kommen soll. Und das kam! Im August 2007 durch die Initiative captura. captura, das sind drei Menschen aus dem Ruhrgebiet, die Lehrer werden wollten und daraufhin drei große Tagungen realisierten um auf die Suche zu gehen, was das denn heißt, Lehrer zu sein, und wie man da hinkommt. Danach war klar, man kann nicht an eine „normale“ Schule gehen – es braucht eigentlich ganz dringend eine andere Art von Schule. Und dafür war Hugoldsdorf wie geschaffen. Und nun sind da drei Menschen irgendwo im Nirgendwo und machen Schule – im Freiraum – als Ausgangspunkt für eine wirkliche Begegnung – das ist der Schlüssel zur Bildung. Viele Menschen zieht es deshalb nach Hugoldsdorf und vieles beginnt dort und kommt in Bewegung. Dieses festzuhalten sehen wir als unsere Aufgabe, durch die Möglichkeit einer filmischen Dokumentation. Geplant ist, dass der Film eine Laufzeit von 90 Minuten hat. | |||||||