a deeper high

Langspielfilm
90 Minuten
Stoffentwicklung

Team
Drehbuch & Regie: Caroline Schwarz

Einige Amazon-Mitarbeiter in England campen neben ihrem Arbeitsplatz, weil das Pendeln in die günstigen Wohngebiete zu lange dauert. Eine Über-Fahrerin ist im 9. Monat schwanger und als sie beginnt, die Wehen zu spüren, nimmt sie auf dem Weg zum Krankenhaus noch schnell einen Kunden mit. Eine Entepreneur-Plattform macht Werbung dafür, dann „ein Macher“ zu sein, wenn man statt eines Mittagessens lieber einen Kaffee zu sich nimmt.

„a deeper high“ ist ein abendfüllender Spielfilm. Ein hochstilisierter, absurder Trip durch eine wahnhafte Arbeitskultur:

Vor 25 Jahren sind der Menschheit die Arbeitsplätze ausgegangen. Wer keinen Job hat, lebt in einem der Arbeitsorden und trainiert für den ersehnten Ernstfall. Frau Niemand ist das erfolgreichste Ordensmitglied ihres Standortes, bis Herr Jemand auftaucht und ihr größter Konkurrent wird. Währenddessen erfasst eine merkwürdige Welle von Appetitlosen die Nachrichten. Einige Menschen verspüren keinen Hunger mehr. Und täglich outen sich mehr. Aber schon bald darauf scheint es, als hätte sich die Lösung für alles gefunden: eine neu-entwickelte, hochmoderne Ernährungsweise – ausschließlich durch Kaugummis. Durch die beiläufige Nährstoffabgabe so zeitsparend, praktisch und ansprechend, dass sogar alle hungrigen Menschen darauf umstellen wollen. Die Kaugummindustrie schafft endlich die prophezeiten neuen Arbeitsplätze – auch für Frau Niemand und Herrn Jemand. Aber keiner der beiden findet auf dem Markt die versprochene Glückseligkeit. Stattdessen verwandelt sich ihr Konkurrenzkampf langsam in eine heimliche und streng verbotene Beziehung.

Der Film erzählt die Geschichte des Rausches von Höher-Schneller-Weiter, dem Kick von Erfolg, der verinnerlichten Notwendigkeit, sich stetig zu optimieren. Und er erzählt von der stummen Sehnsucht nach sinnstiftender Menschlichkeit, die dem gegenüber steht. Der Sehnsucht nach Mehr, die eigentlich eine Sehnsucht nach Weniger ist: Der Sehnsucht nach dem „deeper high“.

Moodbilder der Regisseurin: